7. Bundesvertrauensleutekonferenz vom 12. bis 14. Juni in Berlin

Artikel aus dem ver.di-Mitgliedernetz

 

Vertrauensleute-Konferenz soll die Vernetzung fördern

180 ver.di-Vertrauensleute (VL) aus ganz Deutschland trafen sich Mitte Juni  für ein Wochenende in der ver.di-Bundeszentrale in Berlin. Ihr Ziel: ihre Erfahrungen austauschen, neue Kontakte aufbauen, alte auffrischen und sich darüber zu vernetzen. Zur Begrüßung gab es anerkennende Worte vom ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske. Er lobte die Arbeit der Vertrauensleute als Kern der gewerkschaftlichen Kampfkraft. Sie finde in den Betrieben statt und mache Gewerkschaft dort für die Beschäftigten erlebbar.

Doch wie spricht man Beschäftigte an, überzeugt sie von einer ver.di-Mitgliedschaft und gewinnt sie dafür, selbst als Vertrauensfrau oder –mann offensiv im Betrieb präsent zu sein? Darum ging es in verschiedenen Workshops am Samstag. Der Schwerpunkt des Vormittags lag dabei auf der Jugendarbeit. Intensiv wurde diskutiert, wie wichtig die eigene Jugendtarifarbeit ist, und welche Bedeutung die sozialen Medien für die Vertrauensleutearbeit haben. Trotz der unterschiedlichen Branchen, in denen die Vertrauensleute arbeiten, zeigte sich schnell, dass die Probleme ähnlich sind.

Doch sie waren sich auch einig, dass man mit unaufdringlicher Beharrlichkeit zum Ziel kommt. Auch wenn die Aussagen oft „Keine Zeit“ oder „Bringt doch nichts“ lauten, gelingt es damit immer wieder, Kolleg/innen zumindest für bestimmte Themen zu gewinnen. Ein wichtiger Rat dabei war auch, sich vor einer solchen Aktion einen gezielten Überblick darüber zu verschaffen, in welchem Betriebsteil ver.di-Mitglieder arbeiten, wo begeisterungsfähige Kolleg/innen sind und wer wen ansprechen kann.

Wie und bei welchen Gelegenheiten man für die VL-Arbeit werben kann, war Thema der nachmittäglichen Workshops. Dabei ging es unter anderem um Anlässe und Ideen für Kampagnen. Dass Erfolg lange dauern kann, machte Fritz Wilke in einem Vortrag am Sonntagvormittag klar. Der Vertrauensmann bei UPS in Hannover schilderte, wie ver.di seit 18 Jahren versucht, dort Fuß zu fassen – und dabei jetzt auch zu Erfolgen kommt.

Die Bundesvertrauensleutekonferenz findet in einem Turnus von zwei Jahren statt.

Text: Heike Langenberg

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